Kleine Schwestern vom Lamm

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Am 13. Februar statteten die Schülerinnnen der 8O den Kleinen Schwestern vom Lamm in ihrem 2007 neu eröffneten Kloster im 20. Wiener Bezirk einen Besuch ab.

Die aus Frankreich stammende „Gemeinschaft vom Lamm“ wurde 1983 kirchlich anerkannt und zählt weltweit ca. 165 Schwestern und 35 Brüder. Sie gehört zur Dominikanischen Familie und möchte besonders die Armut und den Lobpreis Gottes leben. Alles, was die Brüder und Schwestern zum Leben benötigen, haben sie gespendet bekommen. Sie gehen wie damals die Dominikaner von Tür zu Tür und erbetteln ihr Mittagessen, die anderen Mahlzeiten werden meist daheim im Kloster eingenommen.

Das Klostergebäude selbst schmiegt sich an die wesentlich höheren Nachbarwohnhäuser in der Dammstraße 20 und atmet den Geist der Einfachheit. Die Schwestern bewohnen winzige Zellen, in denen nur Bett, Schreibtisch, Stuhl und ein Schrank stehen. Alles ist durch die großzügige Hilfe anderer entstanden.

Wir wurden herzlich an der Pforte von vier Schwestern empfangen und gleich in das „Herz des Hauses“, wie die „Lämmer“ es nennen, also in die Kapelle geführt. Dort sangen und beteten die Ordensfrauen mit uns und erklärten uns anschließend ihr Ordenscharisma. Armut, gemeinschaftliches Zusammenleben, Lobpreis Gottes und Bibelbetrachtung sind ihre Schwerpunkte. Beim Zusammenleben ist ihnen das Gemeinschaftsmotto immer wieder Motivation sich zu versöhnen. Es lautet: „Verletzt werden wir nicht aufhören zu lieben“. Das soll heißen: Auch, wenn der andere mich verletzt hat, will ich mit Gottes Hilfe versuchen ihm zu vergeben und ihn weiterhin zu lieben.

Im Anschluss erhielten wir eine kurze Führung durch das bescheidene Kloster und wurden im Refektorium (Essraum) zu Getränk und Süßem geladen. Dabei konnten wir Fragen an die Schwestern richten, wie etwa: „Wie oft schaut ihr fern?“ – „Wir haben keinen Fernseher (…)“. „Woher kommt das Geld für den Strom?“ – „Von Spendern (…).“ „Wünscht ihr euch manchmal einen Mann und Kinder?“ – „Wir sind natürlich normale Menschen mit Gefühlen (…), es ist nicht so, dass es in unserem Leben keine Mutterschaft gibt, aber mehr für unsere Mitschwestern und für die Menschen, denen wir begegnen (…).“

Die Schwestern hatten nach unserer Begegnung gleich die Hl. Messe zusammen mit den Brüdern vom Lamm, die ein paar Häuser weiter auch in der Dammstraße ihre Niederlassung haben und von denen manche Priester sind.

Wir hatten das Gefühl, bei den Schwestern in eine andere Welt einzutauchen. Es ist eine Welt voll Frieden und Freude, eine Welt, wo Gott wie selbstverständlich existiert.

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