Amateurfunk im Gymnasium Tullnerbach

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Amateurfunk als praktische Anwendung naturwissenschaftlicher Lerninhalte.
Am Tag der offenen Tür am BG|BRG Purkersdorf & am Standort Tullnerbach.

Von Michael Zwingl, OE3MZC (Vater von Florian Zwingl, 1H)

Am Freitag, 23. Jänner 2009, fand am Bundesrealgymnasium in Purkersdorf und in Tullnerbach (Wienerwald) ein Tag der offenen Tür unter Beteiligung von Funkamateuren statt.
Das Amateurfunkprojekt an der Schule sollte die Möglichkeiten der altersstufengerechten und fächerübergreifenden, praktischen Anwendung von naturwissenschaftlichen Lernzielen aufzeigen. Dabei wurde auch die räumliche Trennung der beiden administrativ zusammengehörenden Schulstandorte Tullnerbach und Purkersdorf mittels Amateurfunk überwunden.

Folgende Aktivitäten wurden durchgeführt:
Sowohl am Hauptstandort in Purkersdorf Herrengasse als auch am dislozierten Standort in Tullnerbach (Norbertinum) wurden je eine Funkstation aufgebaut. Diese ermöglichten direkten Funkkontakt in Sprache und Bildfunk. Es wurden ständig Live-Bilder aus dem anderen Schulgebäude/Standort per Funk übertragen und auf einer Leinwand mittels Beamer projiziert. Kinder konnten ihre Beobachtungen während des Tages der offenen Tür mittels Digitalkamera oder Fotohandy aufnehmen, an die Funkstation bringen und dort mit Text versehen an die Station im anderen Schulstandort senden lassen. Besondere Aufmerksamkeit bei den Jugendlichen erweckte
auch die portable SSTV-Station von Florian (10 Jahre), OE3YCB/2nd OP. Ausgerüstet mit Kenwood VC-H1 (SSTV-Communicator) und einem TH77e Handfunkgerät konnte er durch das Schulhaus laufen und Bilder senden. Der Umstand, dass er selbst schon die Amateurfunkprüfung abgelegt hat, wirkte natürlich auf seine Schulkollegen.



Gleichzeitig gab es neben der Funkstation eine Morsetaste, an der die Besucher selbst versuchen konnten ihren Namen im internationalen Buchstabieralphabet zu morsen. Optional konnten Kinder und Jugendliche selbst eine einfache, aber funktionierendeMorsetaste selbst bauen, löten und bemalen. Die Schüler/Innen konnten mit lizenzfreien Funkgeräten selbst funken und die Grundlagen der Funkdisziplin und Ausbreitung von Funkwellen lernen (8-Kanal PMR-Geräte). Dazu wurde regelmäßig ein 3 Minuten dauernder Kurzfilm über die Möglichkeiten des Amateurfunkdienstes gezeigt werden. Vertreter des ÖVSV erklärten in Gesprächen mit Kindern, Eltern und Lehrern die Möglichkeiten für Experimente mit Naturwissenschaft.
Bereits eine Woche vor der Veranstaltung wurden bei Schnee und Regen auf den Dächern der Schulen UKW- & KW-Antennen errichtet. Das Entgegenkommen der Schulleitung und des Schulwartes war super!
Hervorzuheben ist die tolle Teamleistung der beteiligten Funkfreunde, die nahezu ohne vorhergehende Probe die Veranstaltung für alle Besucher zu einem Erlebnis machten. Sogar aus Oberösterreich ist OM Gerald, OE5GA, angereist, dessen Enkel das BRG Purkersdorf besucht. Ich darf mich bei YL Barbara, OE1YLB, Gerald OE5GA, Gernot OE1IFM, Clemens OE1CSC, Günter OE3GWW, Max OE3MSU, Erwin OE3EHA, Gerhard OE3GSU herzlich für die investierte Zeit und das Engagement an einem Werktag(!) bedanken.
Mein Dank gilt besonders Frau Direktor Mag. Ille und Herrn Mag. Hollauf von der Schulleitung, sowie Herrn Prof. Fritz und Herrn Prof. Pfeffer und dem Elternverein. Das Feedback der Kinder, Eltern und Professoren war sehr positiv und Nachfolgeprojekte sowie permanente Schulstationen sind in Planung. Gesucht werden noch Spender für Equipment, Kabel, Antennen.

PS.: Das Projekt ist zur Nachahmung an einer Schule in Ihrer Nähe empfohlen. (Musterschreiben und Projektplan im Downloadbereich des ÖVSV www.oevsv.at)

Von Michael Zwingl, OE3MZC (Vater von Florian Zwingl, 1H)

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